GrensWorte@GrensWerte

Nachlese


Wer die letzte Ausgabe der GrensWorte verpasst hat, kann hier ausgiebig nachlesen. Wer weiterlesen will: Anmelden für den Newsletter kann man sich hier.


April 2012

 

Liebe Leser, beste lezers

der ersehnte Frühling ist nun gefühlt schon fast ein Sommer– kurzfristig zumindest. Wir blicken daher zurück auf den vergangenen: Im Juli 2011 haben Sylvia Schwenk und Nikola Dicke in ihrer Modellflugzeug-Performance „Birds and clouds from one life to another“ den Himmel zur Bühne gemacht. Die ansehnliche Film- und Fotodokumentation nebst Unmengen kleiner Origamivögelchen sind nun vom 29.4. bis in einer Ausstellung zu sehen – save schon mal the date. Überhaupt hat uns mit dem Wetterumschwung die Natur voll im Griff: Blumen schießen, Mais fängt an zu blinken, die Städte begrünen sich und in Twente herrschen die Subtropen. Derweil plaudert unser Gastkurator Albert Van Der Weide über Diktatoren, Cappuccino und gebrochene Arme...

Schon fast in Badehose,
das Team von GrensWerte



Kolumne: Unser Gastkurator über den Gebrauch von Samthandschuhen

In der aktuellen Kolumne plaudert Albert Van Der Weide aus dem Nähkästchen: Über die tägliche Dosis Cappuccino, Introdans und Seemänner. Über kuratorische Freud und gelegentliches Leid, das sich durch gebrochene Arme oder abgesagte Projekte zeigt. Über globale und lokale Zusammenarbeit zwischen Glanerbrug und Gronau sowie die Kooperation von weltweit agierenden Gegensätzen. Und er spricht über den stillen Himmel zwischen Hengelo und Münster, der zuvor schon in 35 Ländern tagte. Bald mehr davon in der EUREGIO...

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Blumenschießen: Gegen die Willkür jeder Grenzziehung

Der Wind treibt konstant Pflanzensamen in verschiedene Richtungen. Die Hamburger Künstlerin Swaantje Güntzel hat sich diese Tatsache zunutze gemacht, um Grenzen zu verwischen – ganz im Sinne des Jahresthemas "Overhanging Fruit". Auf den Wiesen, Feldern und Lichtungen um die Grenze schleudert ein Gerät in regelmäßigen Abständen die Samen diverser Nutz- und Zierpflanzen in die Luft. Diese verteilen sich je nach Windrichtung in einem diffusen Muster und das Ergebnis zeigt sich, sobald die ersten Samen gekeimt sind. Auf Facebook hält uns Swaantje Güntzel über das Projekt konstant auf dem Laufenden.

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Blinkende Maisfelder in sattem Grün

Bald zieren die Felder in der EUREGIO drei stilisierte Maispflanzen aus Aluminiumblech, vier Meter hoch, mit Diamantkappen-Birnen bestückt. Die Birnen leuchten und blinken und weisen auf die Maispflanzen wie auf eine Kirmes-Attraktion. In der grenznahen Landschaft werden die künstlichen Maispflanzen des Hamburger Lichtkünstlers Jan-Philip Scheibe für jeweils einen Abend inszeniert. So verändert sich die Landschaft, und im Wind wiegendes Grün wird zum Stilelement. Die Installationsserie rückt die Maispflanze in den Fokus – spielerisch und doch kritisch hinterfragend.

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Trojans Garden: Die neue grüne Verstädterung

In absehbarer Zeit lebt die Hälfte der Menschheit in Metropolen. Mit dem Trend zur weltweiten Verstädterung entdecken Mensch und Tier die Qualität urbaner Ansiedlungen neu: Stadtbrachen, Hochhausdächer, Fassaden und stillgelegte Gleise werden nun begrünt. Sogenannte Nachbarschaftsgärten sind nicht mehr Rückzugsort und Erholung. Stadtbewohner möchten lieber aktiv an den Prozessen der Stadtveränderung teilhaben und vernetzen ihr urbanes Leben untereinander. Trojans Garden interpretiert und visualisiert mit dem Projekt die zwischenmenschliche Ebene dieses Phänomens an je einem Standort in den Niederlanden und Deutschland.



Porträt der kulturellen Landschaft: TwentseWelle

Enschede beherbergt ein Museum, das erzählt, wie der Mensch kurz nach der letzten Eiszeit in den Landstrich Twente gelangte, und wie dort Industrie, Arbeit und Technik entstand. Am 5. April wird die neue Sonderausstellung „Zeemonsters in Twente“ eröffnet. Diese blickt auf die Meeresreptilien, die im subtropisches Wattenmeer im Osten der Niederlande vorkamen – vor rund 240 Millionen Jahren. Hier wird GrensWerte prähistorisch: Wir unterstützen das Labor der Ausstellung. Speziell für junge Forscher ist im Museum eine frische Ladung Fossilien eingetroffen. So können sie dem Konservator beim Auszupacken, Wiegen und Messen helfen und herausfinden, um welchen Knochen es sich handelt.

 

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März 2012


Liebes Publikum,

im Märzen der Bauer die Rößlein anspannt – oder eben Blumen beschießt. Die Hamburger Künstlerin Swaantje Güntzel sucht nach Wiesen, Feldern und Lichtungen in der EUREGIO, um dort später ein Gerät zum Verschießen von Blumensamen zu installieren. So werden Grenzen verwischt – ganz im Sinne des Jahresthemas Overhanging Fruit.

Mit dem sich langsam zeigenden Lenz kommen neben den Frühlingsgefühlen die Projekte ebenso zahlreich wie vielfältig hervor. Wir fragen wer Grenzen überhaupt noch ernst nimmt, gucken ins niederländische Ulft, und kommentieren das legendäre 1974er WM-Finale im Rückspiel mit der Kirchenorgel. Unser Gastkurator zeigt Installationen im Museum und zum ersten Mal wird der „Deutsch-Niederländische Grafikpreis“ verliehen.


Voller Frühlingsgefühle,
das GrensWerte-Team

 

Rückspiel: 90 Minuten Hass an der Kirchenorgel

Unvergessen bleibt das WM-Finale von 1974 zwischen Deutschland und den Niederlanden. In "90 Minuten Hass" wird das legendäre Duell am 19. März in Denekamp gezeigt und vom deutschlandweit bekannten Stummfilmpianisten Carsten-Stephan Graf von Bothmer auf der Kirchenorgel kommentiert. Bereits im September begleitete er das tonlose Screening des Finales in Nordwalde – nun gibt es das Rückspiel auf niederländischer Seite. Vorab kommen die Schwester des verstorbenen homosexuellen Schiedsrichters John Blankenstein und der Biograf von Franz Beckenbauer und Johan Cruiff zu Wort. Anpfiff ist um 18 Uhr.

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Kunststaffel 5: Pas de deux II

Die deutsche Künstlerin Katja Kottmann und die niederländische Historikerin Veerle Vroon haben sich noch nie getroffen. In den letzten Monaten versuchten sie, auf unterschiedliche Art und Weise, sich gegenseitig kennen zu lernen. Um die Herausforderung größer zu machen, setzten sie sich dafür zwei Regeln: Sie durften nicht die deutsch-niederländische Grenze überschreiten und nicht direkt miteinander kommunizieren. Die Ergebnisse ihrer Nachforschungen präsentieren sie nun in einer multimedialen, teilweise interaktiven Installation, die hinterfragt, wie wir uns ein Bild des anderen machen. Zu sehen ab Mitte März in der EUREGIO:

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Dit is hoe een land ontstond

Wer sagt uns eigentlich wo die Grenze liegt? Und welche Grenzen müssen überhaupt ernst genommen werden? Für den Film "Dit is hoe een land ontstond" (dt. "So entstand ein Land") sind die Szenen schon im Kasten, die Musik wurde aufgenommen, und die Montage ist in vollem Gang. In dem Projekt wird die Entstehung des neuen Landes "Eurostaete" - das früher als Graben die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden markierte - mit der Gründung der Niederlande verglichen. Auf diese Weise ergeben sich viele Fragen zur Grenzsetzung an sich. Nach Interviews mit den "Eurostaete-Leitern" und Aufnahmen im Greenscreen werden alle Elemente nun zu einer neuen Welt zusammengefügt, um zu erklären wie ein Land entsteht.

 

Eine Ode an die lokalen Künstler – mit GrensWerte-Gastkurator

Mit der Ausstellung "Revisited - Gelderse kunstenaars toen & nu" (dt. "Revisited – Geldernsche Künstler damals & heute") richtet das Museum Henriette Polak in Zutphen den Fokus auf die Kultur der Provinz Gelderland. Die Definition verweist zum Wohn- und Arbeitsort des Künstlers, damals wie heute. In der Schau vom 29. Februar bis 6. Juni wird auch die Installation "Voor iedereen en altijd" (dt. "Für jeden, immer") des GrensWerte-Gastkurators Albert Van Der Weide gezeigt. Es sind Arbeiten, die in den achtziger und neunziger Jahren gekauft wurden, sich aber nicht durch (Landes-)Grenzen fangen lassen. In der eigenen Kollektion in Verbindung mit aktuellen Werken wird in der Schau deutlich, welche Entwicklungen sich in den vergangenen Jahren ergeben haben – ob Kontinuität sichtbar wird, oder eben starke Veränderungen. http://www.museazutphen.nl

 

Exkurs: Verleihung des ersten „Deutsch-Niederländischen Grafikpreises“

Zur Eröffnung der 25. Grafikbörse in Borken am 2. März wurde der „Deutsch-Niederländische Grafikpreis“ erstmals verliehen. Rinke Nijburg aus Arnhem hatte die Jury überzeugt. Stadt und Kreis Borken hatten 21 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und den Niederlanden eingeladen. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Qualität der eingereichten Arbeiten. Neben dem Preisgeld von 2000 Euro erhielt der Gewinner die Möglichkeit, eine Ausstellung im Borkener Stadtmuseum zu gestalten. Fachliche Unterstützung erhielt Borken übrigens auch vom GrensWerte-Mitinitiator Kunst & Cultuur Overijssel (KCO). http://www.kreis-borken.de/grafikboerse

 


Porträt der Kulturlandschaft: DRU Cultuurfabriek

Die ehemalige Eisengießerei DRU gab dem heutigen Kulturzentrum seinen Namen. Im restaurierten Gebäude im niederländischen Ulft an der Grenze bei Emmerich wird Kultur in seiner ganzen Bandbreite präsentiert: Konzerte, Theater und Filme, Internationale Themenabende, Kindervorstellungen, Lesungen und Ausstellungen. Ihre Zelte aufgeschlagen haben außerdem eine Musikschule, Galerie und Bibilothek, das Tourismusbüro VVV sowie ein türkisches kulturelles Zentrum. Zudem werden die Überbleibsel des industriellen Vergangenheit als Konferenzräume vermietet. Ein vielseitiges Mengsel von im wahrsten Sinne des Wortes multikulturellen Veranstaltungen mitten auf dem Land – dort, wo man es sicher nicht erwarten würde. http://www.drucultuurfabriek.nl/home

 

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Februar 2012


Liebe Leser,

die Mayas prophezeien für 2012 das Ende der Welt, wir sehen erstmal dem Ende unseres zweiten Programmjahres entgegen. Noch bis April zeigen wir Kunst- und Kulturprojekte zum aktuellen Jahresthema Overhanging Fruit, danach machen wir Plusminus – every end is a new beginning. Derweil positioniert Gastkurator Albert Van Der Weide in seiner Kolumne Kunst als Wissen in der Gesellschaft, die deutsche Künstlerin Katja Kottmann anwortet in der Kunststaffel ihrer niederländischen Kollegin Veerle Vroon und wir stellen mit dem Textilmuseum in Bocholt wieder eine kulturelle Organisation im Grenzgebiet vor.
Kunst und Kultur passiert nicht losgelöst im Hier und Jetzt, sie fußt auf dem kulturellen Erbe einer Region, knüpft daran an und wird bestenfalls früher oder später selbst dazu. In diesem Sinne freuen wir uns in diesem Jahr ganz grenswertig auf Projekte, die sich auf originelle Weise mit dem Kulturerbgut der EUREGIO beschäftigen.


Prophetisch,
das Team von GrensWerte

 

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Kolumne: „Die Füße in Deutschland, der Kopf in den Niederlanden“

Seit letztem September reist und denkt Gastkurator Albert van der Weide auf der Suche nach Orten und Kunst durch die GrensWerte-Region – und schreibt in seiner darüber: "Ich liebe Kunst. Aus Nichts etwas zu machen ist meine ganz alltägliche Arbeit - und zugleich meine Berufung. Gemäß dieser Passion bin ich auch Galerist. Kunst lehrt mich das Leben voll und ganz zu leben. Kunst lehrt mich die Welt zu verstehen, soweit das möglich ist. Kunstwerke und die Betrachtung von Kunstwerken heißt für mich an erster Stelle Wissensaneignung. Ich habe das starke Bedürfnis, Wissen mit anderen zu teilen. Daher ist es für mich selbstverständlich, Kunst verstärkt in der Gesellschaft zu positionieren. Unter diesem Aspekt erfülle ich meine Funktion als Gastkurator und Autor."
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Die fünfte Kunststaffel: Ein Bericht von der D-Seite

Die niederländische Historikerin Veerle Vroon schrieb in den letzten GrensWorten: "Wie gut lernt man jemanden ohne direkten, persönlichen Kontakt kennen?...“ Darauf antwortet nun die deutsche Künstlerin Katja Kottmann: „Der Franzose Michel Vaujour flüchtete insgesamt fünfmal aus französischen Gefängnissen. Dabei griff er zu spektakulären Fluchtmethoden: Die erzwungene Flucht mithilfe von als Granaten getarnten Orangen, die Nachbildung eines Zellenschlüssels mittels Käseabdruck, die erzwungene Flucht mithilfe einer aus Seife gefertigten Pistolenattrappe sowie die Flucht aus dem sichersten Gefängnis des Landes durch einen Hubschrauber, der von seiner Ehefrau gekapert wurde. 2003 wurde Michel Vaujour vorzeitig entlassen und berät heutzutage Krimi-Autoren.“

 

 


Porträt der Kulturlandschaft

Es riecht nach Öl und Arbeit, und die Webstühle rattern so laut, dass man sich unwillkürlich die Ohren zuhält. Das Textilmuseum in Bocholt erklärt vor Ort eingehend wie die Arbeit in westmünsterländischen Baumwollwebereien vor 100 Jahren aussah. Im dem nachgebauten Gebäude werden täglich Stoffe für Handtücher und Tischdecken der historischen Kollektion produziert. Um Kindern und Jugendlichen die Museumskultur näher zu bringen, nimmt das Textilmuseum sie mit auf die Zeitreise, erklärt Webstühle, diskutiert über Frauenarbeit und die Hintergründe der Fabrik. Parallel zu Ausstellungen lernen die Schüler was Globalisierung bewirkt, damit ein T-Shirt so günstig ist, und was Wolle, Baumwolle und Pet-Flaschen mit dem fertigen Kleidungsstück zu tun haben. Die Ausstellung "In die Mangel genommen" zeigt zudem noch bis 25. März ein Stück deutscher Alltagskultur über die Kunst des kalten Wäscheglättens.

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Dezember 2011


Liebe Leser,

das Jahresende ist eigentlich die ideale GrensWerte-Zeit: An Weihnachten rücken verschärft Werte in den Mittelpunkt – ideelle wie auch Sachwerte – und der Jahreswechsel markiert eine mit Entscheidungen, Wünschen und Versprechen aufgeladene Grenzsituation. Grenzwertig wird es in einem so verdichteten Umfeld von ganz allein.
GrensWertig wird es auch in 2012 wieder: Wir widmen uns den Kontroversen im neuen Jahresthema, entwickeln Brücken und gründen Museen. Bis dahin gönnen auch wir uns ein wenig festliche Einkehr und wünschen allen frohe Feiertage und einen guten Start ins kommende Jahr!


Besinnlich,
das GrensWerte-Team

 

 

Mit neuem Thema: Das nächste GrensWerte-Jahr

Die Jahresthemen sind das verbindende Programm um das Themendach Grenzen, Werte, Grenzwerte der einzelnen Projekte. Nach „Passage“ und „Overhanging Fruit“ (noch bis März 2012) heißt es von April 2012 bis März 2013 schlicht: „+/-“ oder eben „Plusminus“. Was zieht an, was stößt ab? Was ist Pro oder Contra, Gewinn oder Verlust? Plusminus ist ohne Gegenpol nicht denkbar, hält die Welt in den Fugen. Im kommenden Jahr sieht GrensWerte hinter unsere geistigen Grenzen, wo die Ränder verschwimmen, Unterschiede zugleich schwerer auszumachen und sogar gravierender werden. Im Gegensatz zu den ersten Jahresthemen wird es hier viel mehr um das Kontroverse, die Reibung gehen. Reibung, aus der künstlerische Funken und Energien schlagen können. Wir warten mit Spannung auf die wilde Ideen!

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Mit anderen Augen: Ein schöner Ausblick unseres Gastkurators

Albert Van Der Weide gibt uns Einblicke in seine Arbeit: „Als Gastkurator im Jahresthema „Overhanging Fruit“ arbeite ich mit Künstlern in der EUREGIO, um maximal fünf Projekte in der Bildenden Kunst zu gestalten. Meine Themen sind öffentliche Verwaltung, Grenzgänge, Mobilität und Lebensentwürfe. Ich habe Orte in der EUREGIO besucht, und mit Künstlern gesprochen, die mir ihre Ideen zeigten – so wie diese: Die in Enschede wohnende Künstlerin Hieke Luik beschäftigt sich mit dem regionalen Grenzübergang. Nun untersucht sie die ausdrucksstarke Grenzgeschichte und die recht anonyme Passage zwischen Gronau und Glanerbrug. Diese hat sie dazu inspiriert, eine neue Brücke entstehen zu lassen, die anschließend dort gebaut werden kann. Ein schöner Ausblick!“

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Mit Anlauf: Die fünfte Kunststaffel ist gestartet - ein Zwischenbericht von der NL-Seite

Die niederländische Historikerin Veerle Vroon schreibt: "Wie gut lernt man jemanden ohne direkten, persönlichen Kontakt kennen? In den nächsten sechs Wochen richte ich mit der deutschen Künstlerin Katja Kottmann Ausstellungskabinen über das Leben des anderen ein. Dabei gibt es zwei Spielregeln: Wir werden keinen direkten Kontakt zueinander aufnehmen, und die deutsch-niederländische Grenze nicht überqueren. Um etwas über einander zu erfahren, sind wir von den Informationen aus der Öffentlichkeit und von Dritten, wie Freunde und Familie, abhängig. Also suchen ich nun nach Schulen und Galerien auf der niederländischen Seite der Grenze, und spreche mit Katjas Bekannten. Ihre Geschichte stelle ich dann in einem Animationsfilm dar. Nächste Woche beginne ich mit dem Bau der Ausstellungskabine mit Material vom Trödel und aus dem Internet. Das wird aufregend!"

 

 

Kulturlandschaftportrait: Drawing Center Diepenheim

Die kulturelle Infrastruktur der Niederlande hat seit Oktober 2011 einen neuen Präsentationsplatz: Das Drawing Centre Diepenheim ist eine einzigartige Initiative der dortigen Kunstvereniging Diepenheim, in der die zeitgenössische Zeichenkunst im Mittelpunkt steht. Durch Ausstellungen, Symposien und Präsentationen hat das Drawing Centre Diepenheim in den vergangenen Jahren inhaltlich Form angenommen. Jetzt vereint es als erstes Museum für Zeichenkunst in den Niederlanden die Bildende Kunst mit Kunst im öffentlichen Raum. So erhält diese Kunstrichtung endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Das Eröffnungsprogramm mit Arbeiten von 25 Künstlern aus dem In- und Ausland faszinierte fast 9000 Besucher. Weiter so!

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GrensWorte Oktober 2011


Liebe Leser,

der Herbst ist da und wir trotzen. Zurückblickend auf ein anregendes Symposium zur Freizügigkeit am 6. Oktober waren wir so frei, uns erneut geistreiche Kulturschaffende einzuladen, die den Hauptpfad in ihren Projekten verlassen. Wir empfangen Gisbert zu Knyphausen, machen Berlin zu Berlijn, erkunden die Wissensproduktion aus Sicht der Kunst und entdecken ein altes Kloster.


Äußerst fieberhaft,
das GrensWerte-Team

 

Grenzüberwindung in der Fußgängerzone
Beim Symposium „Freistil“, das am 6. Oktober in Zwolle stattfand, haben Kulturschaffende aus Deutschland und den Niederlanden den schillernden Begriff von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Durch die Vielschichtigkeit ihrer Beiträge bekam das Publikum einen Eindruck von der Alltäglichkeit der Freizügigkeit. In den anschließenden Workshops bekamen die Teilnehmer Gelegenheit, selber subversive Strategien für Interventionen im öffentlichen Raum zu entwickeln. Sie konstruierten neue Wirklichkeiten oder lernten die Grundtechniken des Parcours – alles im Stadtbild von Zwolle.

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Sozialpalast: Live mit Gisbert zu Knyphausen
Der Sozialpalast aus Münster ebnet den Weg zwischen Berlin und Berlijn: Musiker aus den Niederlanden besuchen im Herbst Musiker in der deutschen Hauptstadt. Treffpunkt ist das kleine sozialpalast-Musikzimmer in Prenzlauer Berg. Hier wird musiziert, gesungen, geredet und getrunken. Das Publikum befindet sich aber im Media-Art-Cafe Berlijn in Enschede, zu dem die Konzerte via Video-Live-Stream projiziert werden. Den ersten Auftritt absolvieren illute und puddle parade/ homemade empire am 22.10., der nächste folgt am 12.11. mit Blockflöte des Todes und Goslink. Den Abschluss macht Deutschlands derzeit populärster Singer-Songwriter am 26.11. mit Chickewallys Fanfare: Gisbert zu Knyphausen. Der Eintritt ist frei.

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Neuer Gastkurator: Die Arbeit beginnt
Für GrensWerte realisiert Albert Van Der Weide als Gastkurator zum Jahresthema „Overhanging fruit“ fünf Projekte mit von ihm eingeladenen Künstlern. Ganz im Fokus: Die Schlagwörter Wissen und Kunst, also die Wissensproduktion aus Sicht der Kunst. Bildende Kunst ist eine universelle Ausdrucksform und trägt zu unserem visuellen Bewusstsein bei. Sie entwickelt Wissen, das in seiner Anwendung konfrontierend, ästhetisierend und entspannend zugleich sein kann. Albert Van Der Weide arbeitet mit Kreativen, die in der EUREGIO wohnen und arbeiten. Zusätzlich wird er in einer Kolumne über den Prozess und seine Vorstellungen schreiben, die auf der Website http://www.grenswerte.eu veröffentlicht wird.

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Ballonfähig
Eine Installation, ein Spiel, eine Performance, die sich durch Poesie trägt. Ballonfähig ist ein Projekt von Damaris Lipke und Leon Gommers, das zwar in beiden Ländern gezeigt wird, aber durch seinen Charakter nicht an Orte gebunden ist - am 12. und 13. November zu Gast in Münster, danach in den Niederlanden. Besucher werden ballonfähig, indem sie irgendetwas betreten, eine kleine Reise unternehmen oder eine Grenze überschreiten. Indem sie Poesie verkörpern und dadurch leichter wieder nach Hause gehen. Wir hoffen, dass die Gruppe Ballonfähiger wächst und wächst...

 

Kulturlandschaftsportrait: DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Gravenhorst ist ein historischer Ort mit neuem Nutzungskontext. Seit 2004 wird hier ein spartenübergreifendes Programm an der Schnittstelle zwischen Kunst und Kommunikation geboten. Ausstellungen der Gegenwartskunst, Licht-, Klang- und Medienkunst sowie Ideenwerkstätten laden zum Mitdenken, Mitmachen und Miterleben ein. Mit Projekten und Aktionen im öffentlichen Raum von KünstlerInnen, die hier zu Gast sind, wird im DA Kunsthaus eine erlebnis- und erfahrungsorientierte Kunstvermittlung gefördert. So bindet sich der ungewöhnliche Kunstort im Münsterland in einen aktuellen internationalen Kunstdiskurs ein. DA ist aber auch ein Plattform für hier lebende Künstler: Mit der jährlichen Gemeinschaftsausstellung „Kunst in der Region“ präsentiert DA einen Einblick in das aktuelle Kunstschaffen der Region. Vom 16.10 - 27.11.2011 ist die diesjährige Ausstellung zu sehen.

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GrensWorte Extra (September 2011)

 

Liebe Leser,

dieser Newsletter erscheint außerhalb der Reihe, ganz im Sinne der Freizügigkeit, die für kurze Zeit unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Im niederländischen Zwolle bringen wir am 6. Oktober Wissenschaftler, Künstler und Interessierte zu „Freistil – ein Symposium über Freizügigkeit“ zusammen. Das GrensWerte-Jahresthema „Passage“ aus dem Jahr 2010 hat viele Fragen und Anregungen zu dem Thema aufgeworfen, die in dem Symposium nun ihre Wirkung finden. Was bedeutet die für uns so selbstverständliche Freizügigkeit überhaupt? Wie frei ist unsere physische und geistige Freizügigkeit?

Hoch erwartungsvoll,
das GrensWerte-Team

 

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„Freistil – ein Symposium über Freizügigkeit“ // 6. Oktober 2011 // 09.30 bis 19 Uhr
Kunst & Cultuur Overijssel // Kamperstraat 11-13 // 8011 LJ Zwolle //
Telefon +31 (0)38 - 422 50 30

 

 

Freizügigkeit als Teil des Alltags
Freizügigkeit ist präsent in Bildung, Kultur, Wissenschaft – und im ganz normalen Alltag. Der niederländische Verhaltenstherapeut Steven Meijer veranschaulicht die Unfähigkeit, Gefühle und Vernunft miteinander zu verbinden und die Folgen für unser Verhalten. In der Dokumentation über den Bundesverband Schleppen und Schleusen zeigt der Künstler Ralf Homann die aktuelle Freizügigkeit für Flüchtlinge und Migranten. Der Künstler Michael Kurzwelly befasst sich mit Wirklichkeitskonstruktionen und stellt Słubfurt vor, die als erste Stadt je zur Hälfte in Polen und in Deutschland liegt.

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Gastkurator: Saisonvorschau
Der niederländische Künstler Albert Van Der Weide führt im Symposium seine Gedanken zum Machtwillen aus. Macht spielt in der Kunst eine tragende Rolle und es existiert das unbesiegbare Verlangen in uns, dem Leben eine Form zu geben. Zentral steht für ihn die Frage, ob es beim Schaffen und Präsentieren von Kunst Grenzen gibt. Für GrensWerte realisiert Van Der Weide 2011/2012 als Gastkurator zum Jahresthema „Overhanging fruit“ fünf Projekte mit von ihm eingeladenen Künstlern.

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Die Stadt als urbaner Spielplatz
Im Workshop der TOS-Crew tritt die Freizügigkeit körperlich in Aktion. Die Münsteraner erkunden die Stadt in ihrem Parcour in anderen Dimensionen. Die Wände hoch, über Zäune, Bänke und Mauern – die Stadt als urbaner Spielplatz. Es geht nicht darum, von A nach B zu gehen, sondern die Strecke in athletischen Schritten dreidimensional zu entdecken. TOS praktiziert Break Dance, Freerunning und Splashdiving auf hohem Niveau. Einzelne Crewmitglieder können bereits mit Stolz auf Erfolge bei den Europameisterschaften im Parcour und Tricking zurückblicken.

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Eigenes Graffiti im Stadtbild
Als Kulturstimulator untersucht GrensWerte natürlich vor allem, was Freizügigkeit im künstlerischen Raum bedeutet, wie sich Kunst und Macht verhalten und wo sich das Stadtbild verändert. Der Münsteraner Oliver Breitenstein erkundet, was passiert, wenn ein unbeaufsichtigter, häuslich eingerichteter Bauwagen im öffentlichen Raum steht – ein experimenteller Freiraum, in den nicht ordnend eingegriffen wird. Der Berliner Streetart-Künstler Johannes Mundinger zeigt, wie man den Stadtraum von Zwolle verschönern kann. Mit Hilfe von Schablonen und Stickern und der Dose in der Hand erhalten die Teilnehmer Tipps für ein eigenes Graffiti. In Kooperation mit Ruppe Koselleck und Oliver Breitenstein arbeitet er mit vergänglichen Materialen und subversiven Strategien an Interventionen im öffentlichen Raum.

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GrensWorte September 2011

 

Liebe Leser,

 

GrensWerte sucht die Freizügigkeit, lässt Länder entstehen, spielt Fußball in der Kirche und dokumentiert auf Papier. Kulturlandschaftsporträt in diesem Monat: Kunst & Cultuur Overijssel, der niederländische Mitinitiator von GrensWerte. Der Sommer verabschiedet sich und wir begrüßen den Herbst mit einem blätterbunten Kulturprogramm!


Zurück aus dem Urlaub,
das GrensWerte-Team

 

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GrensWerte-Symposium „De vrije slag - Freistil“

„Einschränkung der Freizügigkeit auf Kosten von Flüchtlingen“, „Ungarn schränkt die Pressefreiheit ein“, „Das Internet zwischen Daten-Gier und Freizügigkeit“. Die Pressemeldungen der letzten Monate sind mit vielfältigen Überschriften zum Thema Freizügigkeit nur so gespickt. Doch was bedeutet diese für uns so selbstverständliche Freizügigkeit überhaupt? Wie frei ist unsere physische und geistige Freizügigkeit? GrensWerte bringt Wissenschaftler, Künstler, Computerhacker und Interessierte in einem Symposium am 6. Oktober im niederländischen Zwolle zusammen, um diese Fragen mit kontroversen Positionen in interdisziplinären Workshops zu untersuchen. Anmeldung bei Emmy Bergsma: erbergsma@kco.nl

Von Münster aus wird es einen Bustransfer nach Zwolle und zurück geben (Unkostenbeitrag 12 Euro). Abfahrt: 6. Oktober, 7:15 Uhr, Bremer Platz ("Busbahnhof"). Fahrkarten bei Jan-Christoph Tonigs: tonigs@muensterland.com

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Projekte

 

GrensWerte-Katalog "Passage"

Mit dem ersten Themenjahr ging GrensWerte 2010 an den Start. „Passage“ beschrieb Initiation und Weg in das Projekt GrensWerte hinein und legte künstlerische Schneisen und Übergänge - Passagen - über die deutsch-niederländische Grenze. Fast zwanzig grenswertige Projekte sind zu diesem Thema bis April 2011 verwirklicht worden, die jetzt in einem hübschen Katalog dokumentiert worden sind. Der Katalog erscheint pünktlich zum „Freistil“-Symposium am 6. Oktober in Zwolle.

 

Biografietage Nordwalde: "90 Minuten Hass"

Wenn bei einem Fußballspiel Holland gegen Deutschland antritt, spielen komplexe Erinnerungen mit. Der Rasen wird zum Feld der Ehre, jeder Schuss ein Treffer ins Herz der gegnerischen Fans…
Ab dem 23. September wollen die 4. Nordwalder Biografietage mit "Neunzig Minuten Hass - Fußball, ein biografisches Gesellschaftsspiel" vielfältige Biografien vorstellen, die über ihre Lebensgeschichten den Sport und seine gesellschaftliche Relevanz auch am Beispiel des deutsch-holländischen Verhältnisses darstellen. Unter anderem wird der Stummfilmpianist Carsten-Stephan Graf von Bothmer das tonlose Screening des WM Endspiels von 1974 in der Kirche in Nordwalde mit der Kirchenorgel begleiten. Mehr zum Programm hier.

 

 

Filmprojekt: So entstand ein Land

Die Filme von Harko Wubs richten sich alle auf das Thema Grenze. Sein neuestes Werk „Dit is hoe een land ontstond“ (dt. „So entstand ein Land“) ist hier keine Ausnahme. Die Aufnahmen begannen nun im August, sodass der Film Ende des Jahres fertig ist. Anhand von „Vrijstaat Eurostaete“ auf der Grenze des deutschen Emlichheim und des niederländischen Coevorden beobachtet Harko hier die Entstehung und Akzeptanz von Grenzen. Realitätssinn und Illusion prallen aufeinander, ergänzen sich und laufen ineinander über. Mit Harkos früheren Filmen wird „Dit is hoe een land ontstond“ durch die Filmhäuser touren.

 

 


lobenswert (2): das Portrait

 

KCO - Kulturmultiplikator aus Overijssel

Durch den Blick auf die Region in Overijssel und Münsterland entstand eine Kooperation zwischen Kunst & Cultuur Overijssel (KCO) und Kulturbüro Münsterland. KCO fördert die Kulturlandschaft in der niederländischen Provinz Overijssel und unterstützt die lokale Kultur in allen Erscheinungsformen mit Rat und Tat. Durch Kompetenzförderung für Politik, Künstler und kulturelle Organisationen ist KCO ein wichtiger Partner in Amateurkunst, Tourismus und Kulturelle Bildung. Die Einrichtung besitzt zudem eine Bibliothek mit Schwerpunkt Bildender Kunst. Zum diesjährigen fünfzigsten Geburtstag hat KCO übrigens ein Jubiläumsbuch angefertigt, das auch als download auf der Website von KCO bereitsteht .

Download Jubiläumsbuch

 

 

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GrensWorte Juli 2011


Liebe Leser,
hiermit eröffnen wir die Newsletter-Saison von GrensWerte. Regelmäßig richten wir den Blick auf die aktuellen Veranstaltungen des binationalen Kunstreigens links und rechts von der Grenze. Zudem stellen wir in jeder Ausgabe eine Institution vor, die sich sehr lobenswert mit der internationalen Kunst zwischen den Niederlanden und Deutschland auseinandersetzt. Auf Dauer ein Portrait der Kulturlandschaft hüben und drüben. Den Anfang macht das Kulturbüro Münsterland, einer der Initiatoren von GrensWerte.
Übrigens: Wir sind auch bei Facebook und Twitter – schaut vorbei!

Erwartungsfroh,
das GrensWerte-Team

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Aktuell: Hollands kultureller Kahlschlag

Die niederländische Kultur erleidet derzeit einen beispiellosen Kahlschlag. Staatssekretär Halbe Zijlstra stellte im Juni seinen Plan vor: Die Kultur sollte nicht länger am Tropf staatlicher Subventionen hängen, das Budget wird um rund ein Viertel gekürzt, die Mehrwertsteuer auf Eintrittskarten für Theater und Musik von sechs auf 19 Prozent erhöht. Im Theater werden landesweit nur noch acht Einrichtungen finanziell unterstützt, ganze Orchester müssen schließen. Zudem werden einige Sektorinstitute wie das Theater Instituut Nederland, Musik Centrum Nederland und Erfgoed Nederland komplett gestrichen. Durch die unverhältnismäßigen Kürzungen werden niederländische Kulturschaffende ihre internationale Einbindung verlieren, Sponsoren sind gefragt und Besucher müssen tiefer in die Tasche greifen. Eine mögliche Folge: Mehr Mainstream, weniger Innovation. - Doch es leidet nicht nur die kulturelle Infrastruktur. Durch den Rückzug des niederländischen Staates aus der Verantwortung für das kulturelle Leben in den Niederlanden droht das gesamte gesellschaftliche Klima auf gefährliche Weise zerstört zu werden.

 

 

 

GrensWerte – Grenzüberschreitungen aller Art

Der deutsch-niederländische Kunst- und Kulturreigen GrensWerte ist überall und nirgends - im öffentlichen Raum, als Gedanke in den Köpfen der Menschen und ganz konkret in Landschaften, Museen, Theatersälen. Der Akzent liegt in der Grenzüberschreitung, auf der Auseinandersetzung mit Grenzen, Werten und Grenzwerten. Im Fokus: Tanz und Theater, Bildende Kunst und Design, Kulturerbe, Film und Neue Medien. Originell, experimentell, zeitlos und zeitgenössisch. GrensWerte ignoriert die Grenzen zwischen Kunstsparten, Wirtschaft und Tourismus und übertritt wenn es sein muss, auch mal Geschmacksgrenzen. Getragen wird GrensWerte von den Projektpartnern EUREGIO, Münsterland e.V. und KCO. Unsere Aufforderung an Künstler:

Mitmachen!

 

 

Jahresthema 2011: Overhanging Fruit

Jährlich wechselt das Subthema von GrensWerte, das die ansonsten voneinander unabhängigen Projekte zu einem Gesamtprogramm verknüpft. 2011 an der Reihe: Overhanging Fruit – sinnliches Bild für grenzignorierendes Wachstum und fruchtiges Überfließen von privatem in öffentlichen Raum. Verbotene Frucht, verführerischer Gruß aus dem zugesperrten Garten Eden. Zugleich Überwindung und Manifestation menschgemachter Grenzziehung. Ungefragtes Eindringen in den nachbarlichen Luftraum, Schlachtfeld kleingeistiger Bürgerkriege um unklare Besitzverhältnisse zwischen Erntereife und Fallobst. Geführt mit Pflückkorb oder Säge, mit Handgreiflichkeiten und vor Gericht. Mein Ast, dein Grundstück, unser Obst? Vitamine für alle! Die Themen für die Jahre 2012 bis 2014 werden im September 2011 veröffentlicht.

 

 

 

Aktuelle Projekte:

 

Türkçe Talk: Show in der Dönerbude

Bei Deutschen und Holländern fällt uns ein: Erdnussbutter und Vanillefla, Sauerkraut und Haribo, Beatrix und Claus, Wilders und Sarrazin. Eine ewige Klischeegeschichte. Aber wie sehen uns eigentlich die anderen? Die Türken zum Beispiel? In der mobilen Film-Lecture-Performance „Türkçe Talk“ von Ruth Schultz und Harald Redmer kommen türkische Imbiss-Besitzer dies- und jenseits der Grenze zu Wort. Uns interessiert die türkische Sicht auf Kultur und Lebensart der Holländer und Deutschen. Wie hält es ein Türke in beiden Ländern aus? Ein Moderator ist vor Ort und sucht das Gespräch mit allen Nationalitäten. Integration auf hohem Fast-Food-Niveau, geschmackvolle Auffrischung eines Klischee beladenen Nachbarschaftsverhältnisses.

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Wenn der Luftraum zur Bühne wird
Der Luftraum über dem Modellflugplatz des MSC Bad Bentheim wird am 2. Juli frei für eine Kunst-Performance. In birds and clouds from one life to another stellt das australisch-deutsche Künstlerinnenduo Sylvia Schwenk und Nikola Dicke das Fliegen in den Mittelpunkt. Deutsche und niederländische Piloten entwerfen mit ihren Modellflugzeugen eine Choreographie zur Komposition The Lovers, die der australische Musiker Barry Evans speziell für die Performance geschrieben hat. Literarische Vorlage ist Bertholt Brechts Gedicht Die Liebenden. Danach sind alle Zuschauer eingeladen, selbst Skulpturen aus Papierbögen zu bauen. Ein Barbeque rundet das Fest ab, in dem nicht nur die Grenzen zwischen Kunst und Sport überwunden werden.

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Opern-Air-Galerie: Kunst trifft Kohl
Die Skulpturenausstellung Kunst trifft Kohl wagt ein spannendes Experiment: Sie wächst aus der Stadt Münster hinein ins Land bis hinter die holländische Grenze. 50 Teilnehmer aus Deutschland und den Niederlanden verwandelten nun zehn Standorte zur überregionalen Kunstmeile. Es wird traditionell Kunst in Gärten ausgestellt, aber auch andere ungewöhnliche Orte und öffentliche Einrichtungen spielen eine Rolle. So werden beispielsweise die heimelige Welt einer Kleingartenanlage oder das Ambiente des Golfclubs Wilkinghege zur Galerie für avantgardistische Kunstwerke.

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lobenswert (1) - das Portrait:

 

Kulturbüro Münsterland
Das Kulturbüro Münsterland ist maßgeblich an der Entstehung und Umsetzung von GrensWerte beteiligt. Als Koordinationsbüro für die Regionale Kulturpolitik ist es wichtige Anlaufstelle für Kulturschaffende und Einrichtungen der gesamten Region, die Spinne im Kulturnetzwerk des Münsterlandes. Träger des Kulturbüros ist Münsterland e.V. Mit mehr als 400 Mitgliedern zählt der Verein zur Förderung des Münsterlandes zu den stärksten Regionalinitiativen in Deutschland. Seine Aufgaben liegen vorrangig im Ausbau der Imagebildung des Münsterlandes als exzellenter Standort für Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, sowie in der Förderung der Identifikation der hier lebenden Menschen mit ihrer Region. mehr

 

 

 

 

 

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