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Das schwebende Ohr

Wie haltbar sind Grenzen? Was ist privat, was öffentlich? Wie werden Grenzen verschoben? Neue Techniken spielen in diesem Zusammenhang mittlerweile eine wichtige Rolle und bewirken ein ständiges Wachstum dieses Marktes – Stichwort Kameras, Suchmaschinen, Drohnen, etc.
Doch Nutzen und Haltbarkeit der Datenmengen sind kurz. Der niederländische Künstler Ronald Meulman  hat sich diesem sehr aktuellen Thema auf künstlerische Weise gewidmet.


Ein ohrförmiger, mit Helium gefüllter und vom Boden aus steuerbarer Luftballon ist mit einem Tongerät ausgestattet und schwebt im öffentlichen Raum – dort, wo die Menschen oft zusammenkommen. Diese Drohne hat einen Durchmesser von mehr als acht Metern und greift mit einem Parabolmikrofon alle Geräusche um sich herum sehr genau auf. Diese Daten werden, wie auf der anderen Seite der Grenze, live und sehr zielgerichtet übertragen, sodass Aufzeichnungs- und Abspielfläche nahezu identisch sind.


Es ist keine heimliche Observation – das Publikum wird durch Flyer darüber informiert, ob es Teil der Aufnahmen sein will oder nicht. Idealer Ort für den Zuschauer ist die Stelle am Horizont, an der das schwebende Ohr sichtbar und die Tonaufzeichnung hörbar sind. Dadurch entsteht eine surrealistische Darstellung, die dem Zuschauer ausreichend Spielraum für eine freie Interpretation bietet.


Termin
Während der Eröffnung der GrensWerteWeltAusstellung am 21. März 2014 im Kloster Bentlage in Rheine.

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