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Bahnfasern

Jeder kennt das: Auch wenn die Bahn den zurückgelassenen Abfall mit einem Bußgeld ahndet, kommt man nicht drumherum, diverse Zeitungen, Flaschen und Becher des Vorgängers wegzuwerfen. Dieser unliebsame und ganz alltägliche Umstand hat die Künstlerin Loukia Richards zu einem ungewöhnlichen Projekt inspiriert.


Auf der Strecke zwischen Münster und Enschede fuhr sie mit Teilnehmern zur interaktiven “Müllsafari“ und sammelte mit ihnen das von den Fahrgästen zurückgelassene Material aus Textil, Papier und Plastik. Während der kreativen Treffen wurden Lokalgeschichte und Textilmythen aus der Weltkultur erzählt und gedeutet. In den folgenden Workshops lernten sie die Werkstoffe zu Fasern zu verarbeiten. Mit diesen strickten, stickten, webten, häkelten und nähten sie anschließend einen Wandteppich. So verknüpfte die Kunstaktion „Bahnfasern zu Grenzverbindungen“ Textil mit sozialer Vernetzung, Upcycling mit Kommunikation und partizipative Kunst mit Lokalgeschichte.


Teilnehmer spielten bei der Erzählung und deren Dokumentation eine wichtige Rolle. Das angefertigte Kunstwerk wird im Besitz der Gemeinden jenseits der Grenzen als Zeugnis ihrer kreativen Kooperation bleiben. Dementsprechend übersieht das Projekt Grenzen zwischen Fähigkeiten, Alter und Geschlecht – jeder kann an der Kunstaktion teilnehmen. Ein Zugprojekt eben, das Grenzen und Kunst zusammenwebt.


Der in den Workshops entstandene Wandteppich wird am Schluss ausgestellt. Wo erfahrt ihr demnächst hier. Das Video aus einer Bahnfahrt ist schon zu sehen.

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